Vom Online-Archiv zum virtuellen Museum
Einige Gedanken zur Gestaltung einer Medienkunst Website
Als Konsequenz ihrer Web-Präsenz eignet sich die Gruppe semantisch verwandter Gebilde, wie Archive, Sammlungen, Museen, neue Qualitäten an. Im Rahmen des so umfangreichen Konzepts einer "virtuellen Kultur" wird ihre Kommunikation untereinander immer deutlicher. Es zeigt sich, dass die Präsenz im World Wide Web gleichzeitig zum Mittel und zur Notwendigkeit für neue Formen ihrer programmatischen Aktivitäten avanciert: Bildungsprojekte, Produktion von Kunstwerken, kritische Analysen, Theorie des Museums - all diese Faktoren beanspruchen eine Überarbeitung und Neuausrichtung aufgrund der großangelegten Einführung des Internets und der Neuen Technologien mit ihrer Interaktivität, Dialogstruktur und Globalisierung in die zeitgenössische Kunst.
Inwiefern beeinflusst die "Online Kunst" im Bezug auf die Anzahl der Besucher das Publikum, das ähnlich dem ist, das auch "reale" Museen besucht? Wie können und sollten Ausstellungen im "virtuellen Museum" organisiert werden? Welche Aufgaben kommen auf den Kurator zu? Was bedeutet in diesem Zusammenhang der spezifische Charakter der Konservierung von und Verantwortung für Kunststücke? All diese Fragen stehen meiner Meinung nach in direkter Verbindung zu der Entwicklung der "TV Gallery" Website, die im Idealfall als neues "virtuelles Museum" für Medienkunst funktioniert.