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Abstract Michaela Schweiger

Virtuelle und analoge Orte oder: das Alltägliche setzt sich aus allen möglichen Arten des Wilderns zusammen

"Es gibt keine digitalen Bilder es gibt nur digitale Information, und diese wird nach rein ästhetischen Entscheidungen in Bilder umgesetzt. In analoge Bilder" ( Frei zitiert nach Claus Pias)

Was erzählen diese analogen Bilder im Raum des www über ihre Verfasser und Rezipienten? Die Frage ob sich die "Zeichen" durch die Globalisierung der Kommunikation angleichen, auf welchen Hintergründen die Bilder die durch virtuelle Kommunikation bei den Netzbenutzern entstehen, gelesen und "übersetzt" werden, sowie die Frage der Veränderung des Kommunikationsverhaltens durch das blicklose Gespräch und der damit einhergehenden Bedeutung des Sprechens als dominierende Handlung im digitalen Raum erkunde ich seit 1999 im Rahmen meiner Arbeiten In meiner ersten "Netzarbeit" wollte die Regeln des computerkonstruierten Mikrokosmoses www.cybertown.com unterlaufen. Ich scheiterte. Der digitale Raum entlarvte mich als Agentin des analogen Raumes und schlug zurück. Am Beispiel der virtuellen 3D-Stadt und meinen Arbeiten werde ich von meinen Erfahrung im digitalen Raum berichten. Inzwischen in der Rolle eines Doppelagenten.

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